Sportstätten des Vereins

Marktplatz

Als erster Sportplatz stand dem SV Kyllburg von 1921 bis 1924 der Kyllburger Marktplatz zur Verfügung. Der Marktplatz hatte als Sportstätte eine längere Tradition, denn in den 30er Jahren befand sich dort ein Tennisplatz, der vor allem von den Kurgästen aus England, Holland und Ungarn benutzt wurde.

1935_TennisplatzUnser Bild zeigt eine Aufnahme des Tennisplatzes am Marktplatz in den 30er Jahren

Etteldorfer Höhe

1924 wurde der Sportplatz vom Marktplatz auf die Etteldorfer Höhe verlegt wurde. Als Pachtzins musste der Sportverein einen jährlichen Pachtzins von 120 Reichsmark entrichten. Auch die Etteldorfer Höhe diente nur vorübergehend als Sportstätte, denn schon 1928 wurde mit dem Sportplatz „Unter dem Hahn“ ein Domizil für einen langen Zeitraum gefunden.

1921_1.MannschaftDie erste Mannschaft in den 20er Jahren auf der Etteldorfer Höhe

Sportplatz „Unter dem Hahn“

Im Jahre 1928 wurde das ehemalige Sportplatzgebäude „Unter dem Hahn“ von der Gemeinde Kyllburg angekauft und dem Verein zur Verfügung gestellt. Sofort begannen die Mitglieder mit den erforderlichen Arbeiten, um das Gelände als Sportplatz herzurichten.

1949_1te_MannschaftDie 1. Mannschaft auf dem Sportplatz „Unter dem Hahn“ 1949
st.v.l.: Waldemar Büttel, Karl Haag, Josef Brantzen, Peter Steinbach, Klaus May, Erwin Klas, Hermann Thömmes, Josef Barg, Eugen Hennig, Bernhard Marqueni, Klaus Lorig – im Vordergrund: Mannschaft von Mehring

Auf Grund des Beschlusses der Generalmitgliederversammlung vom 26. Juni 1952 wurde am 6. September 1952 mit der Erweiterung des Sportplatzes begonnen. Noch in den folgenden Monaten konnte die Ufermauer zur Hälfte fertiggestellt werden. Aber in der Nacht vom 20./21. Dezember 1952 kam der erste Rückschlag, denn durch das Hochwasser erfolgte ein Teileinsturz der noch nicht fertiggestellten Mauer. Bis zum Juni 1953 wurden hier 295 Sack Zement, 48 cbm Kies, 32 cbm Sand und 125 cbm Bruchsteine verarbeitet. Rund 850 freiwillige Arbeitsstunden waren hiermit verbunden. Im folgenden Jahr konnte die Ufermauer fertiggestellt und der gewonnene 6 m breite Streifen aufgefüllt werden. Der Platz erhielt zur Kyllseite einen Maschendrahtzaun, und neue Tore mit Netzen standen zur Verfügung. An der Bergseite wurde eine Mauer errichtet; das eigentliche Spielfeld erhielt eine Dränage. Gleichzeitig mit all diesen Maßnahmen verbunden war die Herstellung des Hochwasserschutzdammes, wobei sich besonders Josef Brantzen und Hans Schmitt durch ihren ungeheuren Arbeitseinsatz besonders auszeichneten. Initiator und aktiver Mitarbeiter der Sportplatzerweiterung aber war Vorsitzender Hans Linnemeyer, der sich hierdurch ein bleibendes Denkmal gesetzt hat.

In der Folgezeit wurden noch die Tribünen ausgebaut, so dass die Sportplatzanlage als eine der schönsten der Eifel angesehen werden konnte.

1955_Sportplatz_HahnMitte 50er Jahre; alter Sportplatz „Unter dem Hahn“ Spiel der 1. Mannschaft

1959_HochwasserHochwasser 30.4./01.05.1959 am Sportplatz „Unter dem Hahn“

Ende der 60er Jahre wurden die Auflagen des Fußballverbandes bezüglich der Sportplatzgröße immer strenger, so dass zeitweise nur mit einer Ausnahmegenehmigung die Heimspiele absolviert werden konnten. Auf Betreiben des damaligen Vorsitzenden des SV Kyllburg, Elmar Metzen, und der Notwendigkeit einer Sportanlage in der Nähe der Hauptschule, bauten die Verantwortlichen die neue Anlage an der Bademer Straße. Leider konnte die Anlage nicht zum Beginn der Bezirksligasaison fertiggestellt werden; dies trug nicht unwesentlich zum späteren Abstieg aus dieser Liga bei.

An die besondere Atmosphäre, die unsere Sportler auf dem Sportplatz „Unter dem Hahn“ umgeben hat, konnten die später entstanden Sportstätten des SVK leider nicht mehr heran kommen. So auch nicht die an derselben Stelle errichteten Tennisplätze.

Sportplatz an der Bademer Straße

1972 wurde der Sportplatz „Unter dem Hahn“ vom Fußballverband Rheinland nicht mehr für den Spielbetrieb zugelassen. Die Fertigstellung der zentralen Sportanlage der Verbandsgemeinde Kyllburg wurde demnach sehnlich erwartet. Die neue Sportanlage, bestehend aus einem Tennenplatz mit Laufbahn, Sprunggrube und Kugelstoßanlage, einer Bolzwiese, einem Umkleidegebäude und einem Geräteschuppen, konnte leider erst im Jahr 1973 in Betrieb genommen werden.

TennenplatzAschenplatz der Sportanlage Bademer Straße unmittelbar vor Neubau des neuen Rasenplatzes 2005

Zur Mitfinanzierung trat der SVK die Grundstücke des alten Sportplatzes an die Stadt ab, die sich dafür im Gegenzug an der Finanzierung der neuen Sportanlage beteiligte und somit den Finanzierungsanteil für Stadt und Verein übernahm.

Die späte Fertigstellung der Sportanlage hatte zur Folge, dass die Erste Seniorenmannschaft nach ihrem erfolgreichen Aufstieg in die Bezirksliga die laut Plan vorgesehenen Heimspiele der Vorrunde bis auf zwei Ausnahmen als Auswärtsspiele auf dem Platz des Gegners austragen musste. Mit einem Punkteverhältnis von 11:19 belegte die Elf folglich am Ende der Vorrunde einen Abstiegsplatz. Obwohl sich die Mannschaft in der Rückrunde erheblich steigern konnte reichte es am Ende doch nicht für den Klassenerhalt.

Ein besonderes Highlight der jungen Sportanlage fand am 13. April 1974 auf dem eigentlich als Bolzwiese geplanten Rasenplatz (heute: Tennenplatz) statt: ein Freundschaftsspiel unserer Ersten Mannschaft gegen das damalige Top-Team des 1. FC Köln mit Wolfgang Overath, Bernd Cullmann, Hennes Löhr, Heinz Flohe, Toni Schuhmacher etc.

1974.SVK - FC Köln_10SV Kyllburg gegen 1.FC Köln Vereinswimpel-Tausch zwischen Herbert Reinhard und Wolfgang Overath

Mehr als 30 Jahre Nutzung gingen nicht spurlos an der Sportanlage vorbei und so zeigte sich bereits Mitte der 90er Jahre ein dringender Sanierungsbedarf.

Nachdem erste Planungen zum Umbau und zur Erneuerung der Sportanlage im Jahr 2000 wegen der schlechten finanziellen Situation der Stadt Kyllburg gescheitert waren, verpflichtete sich der SV Kyllburg, einen Finanzierungsbeitrag in Höhe von maximal 100.000 € inklusive Eigenleistungen zu übernehmen.

Da dieser ungewöhnlich hohe Eigenanteil nicht aus den laufenden Einnahmen des Vereins gedeckt werden konnte, wurde am 09.06.2001 gemeinsam mit der Stadt Kyllburg die Initiative „Unser Rasenplatz!“ gestartet. Ziel dieser Initiative war es, über einen Zeitraum von 2-3 Jahren durch Spenden, Sponsoring und Veranstaltungen die erforderlichen Geldmittel für den Verein zu beschaffen.

2001.06.10.Jubilaeum80

Zentrale Idee dabei war es, den neuen Rasenplatz quadratmeterweise zu „verkaufen“ und zwar zu einem Preis von anfangs 50 DM, später 25 Euro pro Quadratmeter. Jeder Spender konnte sich hierdurch in ganz besonderer Weise mit dem neuen Rasenplatz identifizieren. Im Rahmen dieser Aktion sind über 400 Einzelspenden mit Beträgen zwischen 2,00 € und 7.500,00 € auf dem Sonderkonto eingegangen.

2001_unserRasenplatzInternetseite zur Aktion „Unser Rasenplatz

Bereits im September 2002 konnte daher mit dem Neubau des Tennenplatzes auf der Fläche des Bolzplatzes begonnen werden. Der Platz wurde im Jahr 2003 fertig gestellt und wird vor allem im Winterhalbjahr rege genutzt. Der Tennenplatz musste zuerst gebaut werden, damit der Trainings- und Spielbetrieb wäh-rend der Bauphase des zweiten Bauabschnittes (Neubau des Rasenplatzes auf der Fläche des alten Hartplatzes und Sanierung der Leichtathletikanlage) weitergehen konnte. Von Juli 2005 bis Juni 2006 folgten die Bauarbeiten im Rahmen des zweiten Bauabschnitts. Der Rasenplatz wurde angelegt und die Leichtathletikanlage sowie der Zuschauerbereich erneuert. Die Einweihung des neuen Rasenplatzes wurde vom 28.07.2006 bis zum 30.07.2006 groß gefeiert. Nachfolgend das Programm zu den Einweihungsfeierlichkeiten. 

2006_Programm_Einweihung

Am neuen Rasenplatz wurde zudem von den fleißigen Bauherren des Sportvereins im Jahre 2005 ein Gerätehaus mit Verkaufsraum errichtet, und dies komplett in Eigenregie und mit eigenen Mitteln.

Das Richtfest für dieses Gerätehaus fand am Samstag, den 10. Dezember 2005 bei eisiger Kälte statt. Zu diesem freudigen Ereignis hat Bauleiter Eugen Hennig einen Richtspruch verlesen. 2010 schließlich wurde auch das Umkleidegebäude saniert und erneuert. Der SV Kyllburg hat letztlich einen Finanzierungsanteil von mehr als 130.000 Euro in dieses Gesamt-Projekt Sanierung der Sportanlagen und Umkleidegebäude eingebracht und dabei in rund 4.000 Arbeitsstunden umfangreiche Arbeiten in Eigenleistung durchgeführt.

Im Jahre 2007 wurde zusätzlich und komplett in Eigenleistung ein Ballfangzaun zum Tennenplatz errichtet.

Vertragliche Vereinbarungen mit der Verbandsgemeinde bzw. der Stadt Kyllburg sichern die Nutzungsrechte des Vereins für die zentrale Sportanlage.

In den Jahren 2009 und 2010 wurde mit finanzieller Unterstützung durch den Sportbund Rheinland und ansonsten komplett in Eigenleistung ein Kassiererhäuschen am Eingang zur Sportanlage gebaut.

Im Jahre 2013 wurde das Gerätehaus am Rasenplatz um zwei Etagen aufgestockt. Der „Turm“ dient heute als Besprechungsraum, Archiv und Kommentatorenkabine.

Tennisanlage

Im Zuge des von Boris Becker und Steffi Graf ausgelösten Tennisbooms baute der SV Kyllburg auf dem Gelände des alten Sportplatzes „Unter dem Hahn“ in den Jahren 1983 und 1984 eine Tennisanlage mit zwei Plätzen.

1984.Tennisplatz_7.jpgTennisanlage des SV Kyllburg – 12/1984

Die Grundstücke blieben zwar im Eigentum der Stadt Kyllburg, dem SV Kyllburg wurde aber vertraglich ein langfristiges Nutzungsrecht eingeräumt. Planung und Bauleitung des Tennisplatzes lagen in den bewährten Händen von Eugen Hennig, und somit konnte eigentlich schon nichts mehr schief gehen.

1984.Bau Tennisanlage_14Bau der Tennisanlage durch den SVK 1984 v.l.: Eugen Hennig, Hermann Felz, Theo Reinhard

Wie bei allen Baumaßnahmen musste auch hier manches unerwartetes Problem gelöst werden. So wurde zum Beispiel von einem übereifrigen Baggerfahrer kurzerhand die Wasserleitung zum Schwimmbad gekappt, so dass die Bereitschaft des Kreiswasserwerkes in der Person von Ansfried Ostermann anrücken und den Schaden beheben musste. Oder die von Eugen Hennig und Theo Reinhard ca. 0,5 m tief im Boden versenkten Markierungspfähle zur Platzvermessung waren über Nacht verschwunden. Da jedoch der Bagger für die Anlegung der Drainagegräben bereit stand, mussten die „Hilfsingenieure“ Theo Reinhard und Otmar Pauly den Platz kurzfristig neu einmessen, was wider Erwarten ohne bleibende Schäden für die Anlage abging. Die am Kopfende leuchtend rot gekennzeichneten Markierungspfähle wurden übrigens einige Tage später von Theo Reinhard als Brennholz an einem „holländischen“ Lagerfeuer auf dem Campingplatz wiedererkannt.

Auch kam es vor, dass Josef Hendriks in lauter Vorfreude auf die Sportschau mit der Motorwalze die Standfestigkeit des Zaunes testete. Schließlich konnte man in dieser Zeit manchmal ein seltsames Gespann durch den Brantzenweg ziehen sehen. Es handelte sich hierbei um Manfred Thömmes, der diese Motorwalze der Verbandsgemeinde in einem Tempo von ca. 1 km/h zur Baustelle schaffte.

Trotz aller Widrigkeiten wurden die Bauarbeiten jedoch zum Abschluss gebracht und nach einer feierlichen Einweihung standen die Plätze ab dem 25.06.1984 zur Verfügung.

1984.Einweihung Tennisanlage_17Einweihung Tennisanlage „Unter dem Hahn“

Einweihung und Freigabe der Tennisanlage „Unter dem Hahn“ in Kyllburg
am Pfingstsonntag, dem 10.Juni 1984, 11.45 Uhr

Programmfolge:

1.      Musikstück (Musikverein Kyllburg)
2.      Kirchliche Einsegnung durch Dechanten Hellinghausen
3.      Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Norbert Müller
4.     Grußworte:                  Landrat Gasper, Bürgermeister Pauly, Stadtbürgermeister Kronibus, Vertreter des Tennisverbands
5.      Schlüsselübergabe durch den Bauleiter Eugen Hennig jun.
6.     Offizielle Inbetriebnahme durch Abteilungsleiter Theo Reinhard
7.      Musikstück (Musikverein Kyllburg)
8.     Tennisfreundschaftsmatch TC Irrel : SV Kyllburg / Abt. Tennis
9.     Kinder-Tenniszielschießen
10.    Auf dem Bolzplatz neben der Tennisanlage:
         Fußballspiel für Kinder bis zu 12 Jahren – Stadt : Überbrück

Für musikalische Unterhaltung sorgt der Musikverein Kyllburg unter Leitung von Dirigent Josef Wißmann.
Für das leibliche Wohl sorgen die Mitglieder der Tennisabteilung.
Der Bierstand an der neuen Tennisanlage ist bereits am Pfingstsamstag,den 9. Juni 1984, 15.00 Uhr geöffnet.
Die Bevölkerung ist herzlichst eingeladen.

Die Gesamtkosten in Höhe von ca. 70.000,- DM wurden finanziert durch Zuschüsse des Landes Rheinland-Pfalz (20.000,- DM) und des Landkreises Bitburg-Prüm (14.000,- DM), durch eine Kreditaufnahme in Höhe von 20.000,- DM und durch die Beiträge der Abteilungsmitglieder. Darüber hinaus wurden rund 1.700 Arbeitsstunden in Eigenleistung erbracht. Im Zeitraum August 1988 bis Sommer 1991 wurde an der Stelle des ehemaligen Sportplatzhäuschens ein neues Gerätehaus errichtet. Die Kosten in Höhe von ca. 13.000,- DM wurden durch Zuschüsse des Landkreises Bitburg-Prüm (3.820,- DM) und des Sportbundes Rheinland (3.800,- DM) sowie durch Eigenmittel und Eigenleistung finanziert.

DCF 1.0Gerätehaus am Tennisplatz – Erweiterung im Jahr 2003

Weil innerhalb des Vereins leider kein Interesse mehr an der Weiterführung der Tennisabteilung bestand, wurde die Tennisanlage zum 31.12.2007 an die Stadt Kyllburg übergeben.